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Forschung10. Februar 2026

BPC-157 Rekonstitutionsanleitung: Korrekte Vorbereitung für die Forschung

Schritt-für-Schritt-Rekonstitutionsprotokoll für BPC-157: benötigte Materialien, Lösungsmittelauswahl, Konzentrationen und Lagerung für die In-vitro-Forschung.

BPC-157 ist ein synthetisches 15-Aminosäure-Peptid. In der Literatur wird es als Fragment eines aus Magensaft stammenden "body protection compound" beschrieben. Untersucht wird es vor allem in präklinischen Modellen; belastbare klinische Daten beim Menschen sind bislang sehr begrenzt. Das Peptid wird als lyophilisiertes Pulver geliefert und muss daher vor der Verwendung in einem Forschungsprotokoll rekonstituiert werden.

Der Ablauf ist technisch einfach, erfordert jedoch sauberes Arbeiten, um Kontaminationen oder Materialverluste zu vermeiden. Hier finden Sie die benötigten Materialien und die einzelnen Schritte.

Was Sie benötigen

Legen Sie folgende Materialien bereit, bevor Sie beginnen: ein lyophilisiertes BPC-157-Fläschchen, bakteriostatisches Wasser (BAC-Wasser) oder steriles Wasser, 70%ige Isopropylalkohol-Tupfer, sterile Spritzen (1-ml-Insulinspritzen eignen sich gut) und eine saubere Arbeitsfläche. Falls verfügbar, ist eine Laminar-Flow-Werkbank hilfreich.

BPC-157regeneration

Gastrisches Pentadekapeptid (15 Aminosäuren) mit außergewöhnlichen Gewebereparatur-Eigenschaften. Fördert Wundheilung, Gefäßneubildung und Zellschutz in Sehnen, Muskeln, Darm und Nerven. Über 30 Jahre präklinische Forschung.

Bakteriostatisches Wasseraccessories

USP-Qualität steriles Wasser mit 0,9% Benzylalkohol - das Standard-Lösungsmittel zur Rekonstitution lyophilisierter Peptide. Unverzichtbares Zubehör für jede Peptidforschung. Jedes Fläschchen ist versiegelt und gebrauchsfertig.

Rekonstitutionsverfahren

1

Arbeitsbereich vorbereiten

Wischen Sie Ihre Arbeitsfläche gründlich mit 70%igem Isopropylalkohol ab. Falls Sie Zugang zu einer Laminar-Flow-Werkbank haben, nutzen Sie diese. Viele Labore lassen Peptid-Fläschchen und Lösungsmittel vor Beginn auf Raumtemperatur kommen, um Kondensation zu vermeiden und die Handhabung zu vereinfachen.

2

Fläschchenstopfen desinfizieren

Wischen Sie die Gummistopfen sowohl des BPC-157-Fläschchens als auch des bakteriostatischen Wassers mit einem Alkoholtupfer ab. Lassen Sie sie etwa 30 Sekunden an der Luft trocknen.

3

Lösungsmittel aufziehen

Ziehen Sie mit einer sterilen Spritze die gewünschte Menge bakteriostatisches Wasser auf. Wenn Sie einem 5-mg-Fläschchen 2 ml BAC-Wasser zugeben, ergibt das eine Konzentration von 2,5 mg/ml (2500 mcg/ml).

4

Lösungsmittel zum Peptid hinzufügen

Stechen Sie die Nadel durch den Gummistopfen und injizieren Sie das Wasser langsam entlang der Innenwand des Fläschchens. Geben Sie die Flüssigkeit möglichst nicht mit Druck direkt auf den lyophilisierten Kuchen. Lassen Sie das Wasser an der Glaswand hinunterlaufen und das Pulver langsam benetzen.

5

Auflösen lassen

Stellen Sie das Fläschchen ab und lassen Sie es einige Minuten stehen. Das Pulver löst sich in vielen Fällen von selbst auf. Sollte eine geringe Menge ungelöst bleiben, rollen Sie das Fläschchen vorsichtig zwischen Ihren Fingern.

6

Lösung überprüfen

Die fertige Lösung sollte klar sein, ohne sichtbare schwebende Partikel. Wenn sie trüb aussieht oder noch Material sichtbar ist, geben Sie ihr mehr Zeit. Vermeiden Sie kräftiges Schütteln oder ruppiges Mischen.

Fläschchen nicht schütteln

Kräftiges Schütteln kann Schaumbildung und unnötige mechanische Belastung verursachen. Wenn ungelöstes Material verbleibt, rollen Sie das Fläschchen vorsichtig zwischen Ihren Fingern oder lassen Sie es länger stehen.

Übliche Konzentrationen

Die resultierende Konzentration hängt davon ab, wie viel Lösungsmittel Sie hinzufügen.

Für ein 5-mg-Fläschchen: Die Zugabe von 1 ml BAC-Wasser ergibt 5000 mcg/ml, während 2 ml eine Konzentration von 2500 mcg/ml ergeben.

Für ein 10-mg-Fläschchen: 2 ml ergeben 5000 mcg/ml, und 5 ml bringen Sie auf 2000 mcg/ml.

Wählen Sie eine praktische Konzentration

Wählen Sie eine Konzentration, die zu Ihren Berechnungen passt. Ein Verhältnis von 2 ml pro 5 mg ergibt 2500 mcg/ml und ist als Rechenbeispiel praktisch, weil sich Volumina damit leicht ableiten lassen.

Lagerung

Nach der Rekonstitution sollte die Lagerung sich an den Angaben des Herstellers und an produktspezifischen Stabilitätsdaten orientieren. Für BPC-157 gibt es ohne belastbare Stabilitätsdaten des konkreten Produkts keine allgemein verlässliche Haltbarkeitsangabe für rekonstituierte Lösungen.

Bakteriostatisches Wasser ist ein Mehrdosen-Diluent mit Konservierungsmittel. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede damit rekonstituierte BPC-157-Lösung für einen festen Zeitraum stabil bleibt. Steriles Wasser enthält kein antimikrobielles Konservierungsmittel und wird in den offiziellen Kennzeichnungen als Einzeldosen-Diluent beschrieben; Restmengen sollen prompt verworfen werden, sofern die Produktkennzeichnung des rekonstituierten Stoffs nichts anderes vorgibt.

Nicht rekonstituiertes lyophilisiertes Pulver ist in der Regel robuster als eine bereits angesetzte Lösung. Für konkrete Lagerzeiten, Kühlschranklagerung oder Tiefkühllagerung sollten Sie sich jedoch auf Herstellerkennzeichnung, Stabilitätsstudien oder interne Validierungsdaten stützen statt auf pauschale Monatsangaben. Ein COA dokumentiert typischerweise Identität und Reinheit einer Charge, nicht jedoch belastbare Haltbarkeitsdaten nach der Rekonstitution.

Einfrier-Auftau-Zyklen vermeiden

Wiederholte Einfrier-Auftau-Zyklen können die Integrität empfindlicher Peptide beeinträchtigen. Wenn Sie überhaupt einfrieren, arbeiten Sie nach einem dokumentierten Laborprotokoll und aliquotieren Sie nur dann, wenn dies durch Ihre Stabilitätsdaten oder SOPs gedeckt ist.

Praktische Tipps

Passendes Lösungsmittel wählen

Ob bakteriostatisches oder steriles Wasser geeignet ist, hängt von Ihrem Protokoll und den Herstellerangaben zum zu lösenden Stoff ab. BAC-Wasser ist als Mehrdosen-Diluent ausgelegt, während steriles Wasser kein Konservierungsmittel enthält.

Sofort alles beschriften

Beschriften Sie jedes Fläschchen sofort nach der Rekonstitution: Peptidname, Konzentration, Diluent und Datum. Unbeschriftete Fläschchen in einem gemeinsam genutzten Laborkühlschrank führen leicht zu Verwechslungen.

Aseptische Technik konsequent einhalten

Ein kontaminiertes Fläschchen kann ein Experiment unbrauchbar machen. Halten Sie während des gesamten Prozesses strenge aseptische Technik ein: sterile Spritzen, alkoholdesinfizierte Stopfen und eine saubere Arbeitsfläche.

Unsere BPC-157-Produkte sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt.

Beschaffung und Qualität

Vergewissern Sie sich, dass Ihr Lieferant ein Analysenzertifikat (COA) von einem unabhängigen Prüflabor bereitstellt. Eine Verifizierung durch Dritte ist ein wichtiger Baustein der Qualitätssicherung, weil sie Identität und Reinheit dokumentieren kann. Bei PeptidesDirect wird jede Charge von Janoshik Analytical sowohl auf Reinheit als auch auf Identitätsbestätigung getestet.

Forschung in Deutschland

Für Forschende in Deutschland gelten beim Bezug von Peptiden besondere regulatorische Rahmenbedingungen, die wir hier kurz einordnen.

Zuständige Behörde
BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) sowie Paul-Ehrlich-Institut für biologische Produkte
Umsatzsteuer
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Versand innerhalb DE
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Forschungschemikalien fallen in Deutschland nicht unter das Arzneimittelgesetz (AMG), solange keine therapeutischen Wirkversprechen gegenüber Verbrauchern gemacht werden und der Verkauf ausschließlich für Laborzwecke erfolgt. Die Beweislast für eine korrekte Etikettierung als Forschungsprodukt liegt beim Anbieter. Wir kennzeichnen jede Charge mit unserem Farbsystem, leiten das CoA des Produzenten unverändert weiter und dokumentieren die Lieferkette transparent. Bei Fragen zum Rechtsstatus oder zur Anwendung im akademischen Kontext empfehlen wir die direkte Rücksprache mit dem zuständigen Institut für Pharmakologie oder dem rechtswissenschaftlichen Dienst der Hochschule.