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DSIP
99% HPLC
Kognitiv

DSIP

DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide), ein Nonapeptid, das 1977 isoliert wurde. Forschungsmaterial zu Schlaf-, HPA-Achsen- und Stressregulation. Lyophilisiertes Pulver in Forschungsqualitaet, nur fuer Laborzwecke.

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Nonapeptid

DSIP ist ein Nonapeptid mit der Sequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu, 1977 aus dem Blut schlafender Kaninchen isoliert. Daher der Name Delta Sleep-Inducing Peptide.

Offener Mechanismus

Trotz jahrzehntelanger Forschung wurde nie ein eindeutiger Rezeptor oder ein DSIP-Gen identifiziert (PMID 16539679). Der genaue Wirkmechanismus bleibt ungeklaert.

HPA-Achse und Stress

In Tiermodellen daempft DSIP die Reaktivitaet der HPA-Achse: es senkt stressinduziertes ACTH und Cortisol und erhoeht die Substanz P im Hypothalamus (PMID 1382246).

Antioxidative Daten

In Rattenstudien hemmte DSIP die Lipidperoxidation und steigerte antioxidative Enzyme wie SOD, Katalase und Glutathionperoxidase (PMID 11421812, 21809625).

Sehr kurze Halbwertszeit

Pharmakokinetische Daten zeigen eine sehr kurze Halbwertszeit: Hund 4,0 min, Affe 2,9 min, Ratte 2,0 min nach intravenoeser Gabe (PMID 6379493).

Regulatorischer Status

Kein zugelassenes Arzneimittel, nicht patentiert. Als Emideltide wurde DSIP zum 22. April 2026 von der FDA-503A-Kategorie-2-Liste entfernt. Das ist keine Compounding-Freigabe. Eine PCAC-Pruefung ist fuer den 24. Juli 2026 angesetzt.

Forschungsbereiche

SchlafregulationHPA-AchseStressreaktionSubstanz POxidativer Stress

Was ist DSIP

DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide) ist ein Nonapeptid mit der Sequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu. Es wurde 1977 aus dem Blut schlafender Kaninchen isoliert, woraus sich der Name ableitet. Trotz dieses Namens ist die Rolle des Peptids als Schlaffaktor in der Literatur nur schwach belegt, und ein eindeutiger Rezeptor oder ein zugehoeriges Gen wurde nie gefunden (PMID 16539679).

DSIP ist kein zugelassenes Arzneimittel und nicht patentiert. Unter der Bezeichnung Emideltide (Acetat oder freie Base) stand es auf der FDA-503A-Kategorie-2-Liste, die auf erhebliche Sicherheitsbedenken hinweist. Das aktualisierte 503A-Dokument (veroeffentlicht am 15. April 2026) entfernte Emideltide/DSIP zum 22. April 2026 aus Kategorie 2, als Teil von 12 entfernten Peptiden. Wichtig: die Entfernung aus Kategorie 2 ist fuer sich genommen keine Compounding-Freigabe. Eine PCAC-Pruefung von DSIP (gemeinsam mit Epitalon und Semax) ist fuer den 24. Juli 2026 angesetzt. Erst die Aufnahme in die 503A-Bulks-Liste wuerde einen klaren Compounding-Weg eroeffnen.

Wir liefern es als lyophilisiertes Pulver in Forschungsqualitaet.

Wie es wirkt

Der Wirkmechanismus von DSIP ist nicht aufgeklaert. Obwohl das Peptid seit 1977 untersucht wird, wurde kein einzelner DSIP-Rezeptor und kein DSIP-Gen identifiziert (PMID 16539679). Aussagen zur Wirkung beruhen daher auf beobachteten funktionellen Effekten, nicht auf einem definierten molekularen Angriffspunkt.

Auf der Ebene der Stressachse daempft DSIP in Tiermodellen die Reaktivitaet der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. In Ratten senkte es stressinduziertes ACTH und Cortisol, erhoehte die Substanz P im Hypothalamus und verringerte die Nebennierenhypertrophie sowie die Thymusinvolution, wobei der staerkste Effekt bei der niedrigeren Dosis auftrat (PMID 1382246).

Ein zweiter Befundstrang ist antioxidativ. In Rattenstudien zu Kaelte- und oxidativem Stress hemmte DSIP die Lipidperoxidation und steigerte antioxidative Enzyme wie Superoxiddismutase, Katalase und Glutathionperoxidase (PMID 11421812). In einer Alterungsstudie ueber mehrere Monate, mit Gaben an fuenf aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat, unterdrueckte es die Lipidperoxidation und hob SOD, Katalase und Coeruloplasmin an (PMID 21809625), was den diskutierten geroprotektiven Forschungswinkel bildet.

Pharmakokinetisch ist DSIP sehr kurzlebig. Nach intravenoeser Gabe betrugen die Halbwertszeiten Hund 4,0 min, Affe 2,9 min und Ratte 2,0 min, bei einer Clearance von etwa 30,7 ml/kg/min (PMID 6379493). In der namensgebenden Schlafforschung berichtete eine Studie an sechs chronischen Insomnikern nach einer einzelnen intravenoesen Dosis laengeren Schlaf, bessere Schlafqualitaet und weniger Unterbrechungen ohne Tagesmuedigkeit (PMID 7028502).

Haeufig gemeinsam untersucht

DSIP wird in der Forschung im Kontext von ZNS- und Stressregulation untersucht und daher oft neben anderen neuromodulatorischen Peptiden betrachtet. Selank und Semax sind kurze regulatorische Peptide, die in angst- und stressbezogenen Modellen erforscht werden. Epitalon ist das vierte Peptid, das zusammen mit DSIP und Semax auf der PCAC-Tagesordnung am 24. Juli 2026 steht, und wird im Kontext von Alterung und antioxidativen Mechanismen untersucht.

Zur Rekonstitution ist das Standard-Loesungsmittel in veroeffentlichten Protokollen bakteriostatisches Wasser.

Dokumentation

Materialspezifikation

Reinheit

≥99% (HPLC)

Testmethode

HPLC + Massenspektrometrie

Form

Lyophilisiertes Pulver

Lagerung (versiegelt)

2 bis 8 °C, lichtgeschützt

Lagerung (rekonstituiert)

2 bis 8 °C, innerhalb von 4 Wochen verwenden

CoA

Chargenspezifisch, Drittlabor (Janoshik)

Laborbericht (COA)

ChargennummerYellow (10mg)
Reinheit99.00%
TestlaborJanoshik
Testdatum15 Dec 2025
Bei Janoshik verifizieren

Nur für Forschungszwecke

Dieses Material wird ausschließlich für In-vitro-Forschung und Laborzwecke verkauft. Nicht zum Verzehr durch Menschen oder Tiere, für medizinische, kosmetische oder Haushaltsanwendungen bestimmt. Nur für professionelle Laborumgebungen geeignet.

Datenblatt

CAS-Nummer
62568-57-4
Summenformel
C₃₅H₄₈N₁₀O₁₅
Molekulargewicht
848.8 g/mol
Typ / Rezeptor
Delta sleep-inducing nonapeptide
Form
Weißes lyophilisiertes Pulver
Löslichkeit
Bakteriostatisches Wasser (BAC)
Lagerung
-20°C bis zu 24 Monate; nach Rekonstitution 30 Tage bei 2-8°C

Identifikationsdaten aus öffentlichen chemischen Referenzen (PubChem). Reinheit je Charge: siehe Laborberichte unten.