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MOTS-c
Langlebigkeitmetabolic

MOTS-c

Mitochondrial abgeleitetes Signalpeptid (16 Aminosäuren), das die Wirkungen von Sport auf zellulärer Ebene nachahmt. Aktiviert AMPK, verbessert die Glukoseaufnahme und steigert den Fettstoffwechsel - ein Schlüsselwerkzeug in der Stoffwechsel- und Langlebigkeitsforschung.

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Aus Mitochondrien stammendes Peptid

Ein 16 Aminosäuren langes Peptid, das in der 12S-rRNA-Region der mitochondrialen DNA kodiert ist. Es zählt zu den wenigen bekannten Peptiden, die direkt im mitochondrialen Genom angelegt sind.

AMPK-Aktivator

Stimuliert den AMPK-Signalweg, den zentralen Energiesensor, der Zellen in der Stoffwechselforschung vom Speichermodus in den Verbrennungsmodus umschaltet.

Bewegungsähnliches Signal

In Humanstudien steigen die Spiegel in Muskel und Blut nach körperlicher Belastung deutlich an, und MOTS-c-Injektionen erhöhen die Laufleistung bei jungen, mittelalten und alten Mäusen.

Glukose- und Insulinsignalisierung

Verbessert die Glukoseaufnahme in Muskelzellen und reduziert die Insulinresistenz in Modellen mit adipösen und gealterten Mäusen.

Regulator der Stressantwort

Wandert unter metabolischem Stress in den Zellkern und schaltet über die NRF2/ARE-Achse antioxidative und stressabwehrende Gene an.

Nimmt mit dem Alter ab

Zirkulierendes MOTS-c sinkt bei älteren Tieren und Menschen, weshalb es ein häufiges Ziel in der Forschung zu Langlebigkeit und Gesundheitsspanne ist.

Forschungsbereiche

MitochondrienbiologieAMPK-SignalwegGlukose & InsulinBewegungsmimetikumLanglebigkeit & Gesundheitsspanne

Was ist MOTS-c

MOTS-c ist ein 16 Aminosäuren langes Peptid, das in der mitochondrialen DNA kodiert ist, genauer im 12S-rRNA-Gen. Es wurde 2015 an der USC entdeckt und nach "mitochondrial open reading frame of the 12S rRNA type-c" benannt. Bis dahin galt die mitochondriale DNA als reiner Bauplan für die 13 klassischen Atmungskettenproteine. MOTS-c eröffnete daher eine neue Klasse von Signalmolekülen, die sogenannten mitochondrialen Peptide.

Die MOTS-c-Spiegel in Blut und Muskel sinken mit dem Alter und steigen nach körperlicher Belastung deutlich an. Deshalb wird es als Stoffwechsel-, Bewegungs- und Langlebigkeitssignal erforscht.

Wir liefern es in lyophilisierter (gefriergetrockneter) Form, also in dem Molekül, das auch in den veröffentlichten Studien verwendet wurde.

Wie es wirkt

Mitochondrien produzieren nicht nur Energie. Sie senden auch chemische Botschaften, die der übrigen Zelle mitteilen, wie viel Brennstoff verfügbar ist und wie hoch der Stresslevel liegt. MOTS-c ist eine dieser Botschaften. Wenn die Zelle in Energiemangel gerät, greift MOTS-c in den Folatzyklus und die nachgelagerte Purinsynthese ein, wodurch AICAR ansteigt, ein natürlicher AMPK-Aktivator. AMPK ist der zentrale Energiesensor: Sobald er eingeschaltet ist, nehmen Zellen mehr Glukose auf, verbrennen mehr Fett und drosseln die Energiespeicherung.

Unter metabolischem Stress wandert MOTS-c zudem in den Zellkern und aktiviert über den NRF2- und ARE-Pfad stressabwehrende Gene. Hier liegt die Verbindung zwischen MOTS-c und der breiteren Forschung zu gesundem Altern und Resilienz.

Die stärkste Evidenz besteht in Muskel und Stoffwechsel. Studien zeigen, dass MOTS-c die Insulinsensitivität bei adipösen und gealterten Mäusen verbessert, die Glukoseaufnahme in Muskelzellen erhöht und die Laufleistung bei jungen, mittelalten und alten Tieren steigert. Beim Menschen steigt MOTS-c nach körperlicher Belastung im Muskel etwa um das 12-Fache und im Plasma um rund 50 Prozent.

Häufig zusammen erforscht

In der Forschung mit Peptidkombinationen wird MOTS-c oft mit anderen mitochondrialen und langlebigkeitsbezogenen Molekülen kombiniert. SS-31 (Elamipretide) zielt auf die innere Mitochondrienmembran und ist ein häufiger Partner in Protokollen zur Mitochondriengesundheit. NAD+-Vorstufen und Epitalon vervollständigen den Langlebigkeits-Stack, der in publizierten Übersichtsarbeiten am häufigsten zu sehen ist. Alle sind unten in Forschungsqualität verfügbar.

Für die Rekonstitution ist das Standardlösungsmittel in publizierten Protokollen bakteriostatisches oder steriles Wasser.

Dokumentation

Materialspezifikation

Reinheit

≥98% (HPLC verifiziert)

Prüfmethode

HPLC + Massenspektrometrie

Form

Lyophilisiertes Pulver

Lagerung (versiegelt)

2 bis 8 °C, lichtgeschützt

Lagerung (rekonstituiert)

2 bis 8 °C, innerhalb von 4 Wochen verwenden

CoA

Chargenspezifisch, Drittlabor (Janoshik)

Laborbericht (COA)

Chargennummeryellow cap
Reinheit99.13%
TestlaborJanoshik
Testdatum3 Nov 2025

Nur für Forschungszwecke

Dieses Material wird ausschließlich für In-vitro-Forschung und Laborzwecke verkauft. Nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr, medizinische, kosmetische oder häusliche Anwendungen vorgesehen. Geeignet ausschließlich für professionelle Laborumgebungen.

Häufig gestellte Fragen